Verband Deutscher Kleinhundezüchter

e.V.
im VDH und in der FCI - gegründet 1948

Herzlich willkommen auf unseren Internetseiten!

Wir vom Verband Deutscher Kleinhundezüchter e.V. (VK) freuen uns, Sie hier im Internet begrüßen zu dürfen. "Alle unter einem Dach" ist das Motto unseres Vereins, der - 1948 gegründet - der älteste zuchtbuchführende Verein für die Rassen Bichon frisé, Bologneser, Cavalier-King-Charles-Spaniel, Chihuahua Kurz- und Langhaar, Havaneser, Löwchen, Malteser, Mops, Papillon, Phalène, Prager Rattler (Prazsky Krysarik) (vorl. FCI), Russkiy Toy (glatt- und langhaarig), Schipperke, Shih-Tzu, Zwerggriffon im VDH und in der FCI - und seit 2011 die im nationalen Zuchtbuch (VDH) geführte Rasse Bolonka zwetna.

Seit 20 Jahren ist der VK mit seiner Internetseite online, die mit jetzt über 4.000.000 Besuchen gut besucht ist. Wir freuen uns, Ihnen unseren Verein hier in einer neuen breiteren Version vorstellen zu können und wünschen Ihnen viel Spaß und Freude inmitten unserer Kleinhunderassen.



Liebe Mitglieder und Züchter,

Beachten Sie bitte stets die Neuigkeiten unter Aktuelles und im Internen Teil.

Hauterkrankungen bei Havanesern – Hier: Sebadenitis

Seit einigen Jahren werden vermehrt Fälle von Hautproblemen bei der Rasse Havaneser bekannt. Hautprobleme können die verschiedensten Ursachen haben, nicht jeder Haarausfall ist zwangsläufig auch gleich Sebadenitis. In vielen Fällen ist die Diagnose jedoch belegt und Fakt.

Beschreibung

Es handelt sich um eine eher seltene Erkrankung, von der neben dem Hund auch Katzen, Pferde u.a. betroffen sind. Was unsere Hunde anbetrifft, so wird beschrieben, dass etwa 50 Hunderassen und Mischlinge davon betroffen sein sollen.

Es kommt zu entzündlichen Prozessen der Talgdrüsen, die im zunehmenden Verlauf der Erkrankung letztendlich völlig zerstört werden. Die Talgdrüsen, die unten an jedem Haarfollikel sitzen produzieren im Normalfall ein Drüsensekret, das das Haar wie ein Schutzmantel umschließt und es geschmeidig und elastisch hält. Auf der Haut bildet es  einen Schutzfilm, der sowohl die Hautfeuchtigkeit reguliert als auch als Barriere für das Eindringen potenzieller Krankheitserreger dient. Darin enthalten sind u.a. Fettsäuren, Proteine und Mineralien, die  quasi einen Bioschutzfilm auf der Haut bilden.

Symptomatik

Fehlt dieser Schutzfilm an den Haaren, trocknen sie aus, brechen ab oder fallen aus. Aufgrund des fehlenden Drüsensekretes sind die haarlosen Stellen trocken und schuppig, um die verbleibenden Haare bilden sich dunkle Schuppenkränze, die auch mit bloßem Auge gut zu erkennen sind, insbesondere bei fortgeschrittenem Krankheitsbild. Die Zersetzung dieser Schuppenkränze kann unangenehmen Geruch verursachen.

Im Anfangsstadium empfinden die Hunde meist noch keine unangenehmen Nebenerscheinungen wie Juckreiz. Der Krankheitsverlauf ist auch nicht voraussagbar, es gibt rasante Verläufe innerhalb weniger Wochen, aber auch schubweise Symptomatiken, die sich über mehrere Jahre hinziehen können. Auch das Alter des Hundes scheint keine signifikante Rolle zu spielen. Das Umfeld des Hundes könnte sich positiv oder negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken, da das Immunsystem dadurch entsprechend beeinflusst wird..

Im zweiten Stadium der Erkrankung kann es durch den fehlenden Schutzfilm auf der Hautoberfläche zu Sekundärinfektionen kommen, dann mit den üblichen Anzeichen wie Juckreiz, rötlich entzündeten Stellen und durch das Vorhandensein von Bakterien und Hefepilzen dann auch zu einem unangenehmen Geruch (wie alte Socken).

Diagnose

Es gibt zahlreiche Ähnlichkeiten zu anderen Krankheitsbildern wie normale Hautallergien, Demodikose, Hautpilzbefall. Follikulitis oder Leishmaniose.

Eine zweifelsfreie Diagnose  gibt es nur mittels Hautbiopsie, bei der  kleine Stanzproben aus verschiedenen Hautarealen entnommen werden. Dies gibt dann auch Hinweise auf die vorliegenden Entzündungsphasen und den Fortschritt des Krankheitsbildes. Bei positivem Befund zeigt sich dann im Mikroskop das teilweise oder ganz zerstörte Talgdrüsengewebe.

Ursachen

Die eigentliche Ursache ist nicht bekannt. Es wird derzeit von einer Autoimmunerkrankung ausgegangen, das heißt, die körpereigenen Abwehrkräfte richten sich irrtümlich gegen eigene Körperstrukturen und bekämpfen diese bis hin zur Zerstörung.

Fehlfunktionen des Immunsystems können bedingt und gefördert sein durch äußere Einflüsse wie Stress, Futter, Umweltbedingungen usw oder innere Einflüsse wie Hormone oder weitere zugrunde liegende Vorerkrankungen. Aber auch genetische Ursachen können der Grund sein (T-Zellendefekte), die dann auch weitervererbt werden.

Bei wenigen Rassen sind genetische Ursachen nachgewiesen, bei einigen werden sie vermutet. Bei vielen ist die Lage jedoch völlig ungeklärt. Zu diesen zählt auch der Havaneser. Und hier müssen wir ansetzen. Es gilt, möglichst viele gesicherte Diagnosen zu sammeln, dann müssen wir herausfinden, ob es verwandtschaftliche Beziehungen gibt, und erst danach können wir weitere Überlegungen anstellen.

Ein einfacher Erbgang ist auszuschließen. Es deutet alles darauf hin, dass es ein wenig komplizierter wird, selbst wenn sich herausstellen sollte, dass genetische Ursachen mitspielen. Umso wichtiger sind Informationen aus belegten Diagnosen. Eine Reihe von betroffenen Hunden dürften auch in Behandlung stehen, ohne dass die eigentliche Erkrankung Sebadenitis erkannt ist. Diese Behandlungen gehen natürlich ins Leere, und im schlimmsten Fall bewirken sie außer den sinnlosen Kosten auch schädliche Nebenwirkungen. Daher muss Aufklärung an erster Stelle stehen und deswegen auch der Auftrag an unsere Züchter, bei entsprechenden Auffälligkeiten Hinweise zu geben, um Sebadenitis entweder zu bestätigen oder auszuschließen.

Behandlung

Mit der Gabe von Medikamenten ist nach heutigem Wissensstand keine wirksame Behandlung möglich. Eine anfänglich positive Reaktion auf ein Medikament kann temporär das Haarwachstum fördern, eine anhaltende Wirkung wird damit jedoch nicht erzielt. Was wir erreichen wollen ist eine Verlangsamung der Entzündungsprozesse und eine Entlastung des Immunsystems, damit sich dieses stabilisieren kann. Also Vermeidung von Stress und negativen Umwelteinflüssen. Geregelte Tagesabläufe, keine ungeregelten Ortswechsel, gleich bleibende Futtergewohnheiten usw., das unterstützt das Immunsystem.

Behandlungen mit Antibiotika sind nur sinnvoll bei Sekundärinfektionen. Die ursächlichen Entzündungen sind nicht bakteriell, daher können Antibiotika hier nichts ausrichten.

Lokale Behandlung soll dazu beitragen, dass sich Keratinablagerungen am Haaransatz und von der Haut ablösen und Platz machen für den Wiederaufbau gesunder Hautschuppen. Hierfür gibt es spezielle Shampoos.  Bei bereits vorhandenen Sekundärmerkmalen können entsprechende antibakterielle Zusätze beigefügt werden. Detailliertere Angaben können wir hier nicht machen, das gehört in den Verantwortungsbereich von Tierärzten oder besser noch Tierdermatologen. Wichtig ist eine ausreichende Einwirkzeit der Produkte.

Im Weiteren muss die Fettbarriere der Haut/Hornschicht aufgebaut werden. Hier kommen diverse Fett-/Wasseremulsionen in Frage wie neutrales Babyöl, Olivenöl, Sheabutter o.ä., die man gerne in einem Halb-und-halb Mischverhältnis selber herstellen kann.  Auch hier sind lange Einwirkzeiten einzuhalten, die überschüssigen Reste müssen danach gründlich abgespült werden.

Hier sollten die individuellen Vorgehensweisen und Intervalle immer mit einem Dermatologen abgesprochen werden. Bei einer Vielzahl von Hunden lassen sich damit Verbesserungen des Haut- und Haarbildes erreichen, eine Garantie gibt es jedoch nicht. Einzelne Hunde zeigen keinen positiven Effekt nach solchen Behandlungen.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass ein betroffener Hund diese Behandlung in entsprechenden Abständen regelmäßig und lebenslang erfahren muss. Stellt man die Behandlungen ein, baut sich der Krankheitsprozess wieder auf und nimmt seinen weiteren Verlauf.

Das gilt auch nach derzeitigem Wissensstand für die aktuell im Angebot stehenden medikamentösen Behandlungsformen. Es kommen hier Cyclosporine zum Einsatz, die zur Gruppe der Immundepressiva gehören, die das Immunsystem herunterfahren und somit autoimmune Reaktionen unterdrücken. Diese sind jedoch sehr teuer und haben ungewollte und schädliche Nebenwirkungen.

Bei der oralen Gabe von Fettsäuren konnte keine echte Verbesserung belegt werden.

Die Ergebnisse auf Corticoidbasis erwiesen sich ebenfalls als enttäuschend.

Retinoide (Vitamin A natürlich oder synthetisch) zeigten in einer Studie zwar Verbesserungen, sind aber dennoch in Fachkreisen stark umstritten, weil die Nebenwirkungen nicht abgeschätzt werden können.

Verfasser: Karin Biala-Gauß
(Alle Rechte vorbehalten, jegliche Weitergabe bedarf der schriftlichen Genehmigung)

Quellen: Simpson und McKay- Bensignor und Guaguère



Informativ für alle Mopsliebhaber und Welpeninteressenten.

Als 1. Vorsitzende des Verbandes Deutscher Kleinhundezüchter (VK e.V.) freue ich mich, Ihnen diesen Kurzfilm zur Rasse Mops präsentieren zu dürfen! Für den Fall, dass der Film keinen Oscar erhält, hier ersatzweise die Rede dazu: "Mein besonderer Dank gilt allen, die diesen Film ermöglicht und an diesem mitgewirkt, ihre Freizeit dafür eingesetzt und ihr ganzes Herzblut dafür gegeben haben". Und mein weiterer Dank an alle, die den Film teilen (https://www.kleinhunde.de/mopsfilm/mopsfilm.mp4) und so dazu beitragen, dass die Rasse Mops und auch wir als kleiner Verein großflächig eine Stimme bekommen.
Karin Biala-Gauß 1. Vorsitzende VK e.V.

Kleine Anmerkung nach berechtigtem Hinweis: Beim Mops-Belastungstest ist nicht entscheidend, wieviel Zeit für den gelaufenen Kilometer benötigt wird, sondern wie lange der Mops danach braucht, um wieder auf die Atem- und Pulsfrequenz zurück zu kommen, die der Mops vor dem Lauf hatte. Das gibt den Rückschluss auf die körperliche Belastung.

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